Fernwärme ist das Rückgrat der deutschen Wärmewende
Dass die Fernwärme auch in ruhigen Zeiten der Stabilitätsanker und schlicht das Rückgrat der deutschen Wärmewende ist, hat die Bundesregierung glücklicherweise erkannt. Das haben wir zuletzt an den Eckpunkten für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz gesehen. Wichtige Forderungen des AGFW und seiner Mitglieder sollen umgesetzt werden. Dazu zählt etwa die gesetzliche Verankerung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW), die Novellierung der AVBFernwärme-Verordnung sowie die Anpassung der Wärmelieferverordnung.
Dass die Wärmethemen nun in einem separaten Gesetz gebündelt werden sollen, ist grundsätzlich positiv, unterstreicht das doch noch einmal ihre Relevanz. Gleichzeitig darf mit der Umsetzung nicht zu lange gewartet werden. Hier dürfen sich die Unternehmen eine Priorisierung seitens der Bundesregierung erwarten. Zu dringend sind die Herausforderungen, vor denen die Fernwärmeversorger bei der Transformation und dem Ausbau ihrer Wärmenetze stehen, will man als Land die EU-Klimaziele erreichen. Viele Millionen Euro sind in den Regionen bereits investiert worden, um die Potenziale klimaneutraler Energien zu nutzen. Und es werden auch künftig hohe Summen nötig sein, um die Transformationspfade abzuschließen. Insofern ist bei allen neuen gesetzlichen Vorhaben stets die Interessen von Verbrauchern und Versorgern miteinander auszugleichen. Falsch verstandener Verbraucherschutz, überbordende Bürokratie und praxisferne Regelungen werden nämlich nicht dazu führen, dass auch nur ein weiterer Meter Fernwärmeleitungen verlegt wird.
Wie innovativ die Branche ist und welche neuen Lösungen für die Wärmewende bereitstehen, darüber können sich die Besucherinnen und Besucher am 28. und 29. April bei unseren traditionellen Fachtagen Fernwärme in Kassel informieren. Die Innovationskraft der Versorger und der Industrie ist es, die das Erreichen der Klimaziele erst möglich macht. Wir als Verband werden uns daher – wie bereits seit mittlerweile über 50 Jahren – auch weiterhin für die Interessen unserer Mitglieder einsetzen. Ich selbst konnte die Entwicklungen des Verbandes und der Branche mehr als 20 Jahre lang als AGFW-Geschäftsführer begleiten.
Von April bis Juli läuten wir an der Verbandsspitze einen fließenden Übergang ein. Ihr neuer Ansprechpartner wird ab dann Frank Mattat sein. Auch er wird sich mit ganzer Kraft für die Interessen der Branche einsetzen. Ich bedanke mich an dieser Stelle schon einmal für die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Setzen Sie sich auch weiterhin für den Ausbau der Fernwärme ein!
Frankfurt, 04.03.26
Werner Lutsch